Der Frühling naht! Um Vogelgezwitscher, Blätterrauschen, blauen Himmel, stille Seen, Schwanengesang und die Macht der Musik geht es in dem Programm, das Marcus Creed für sein Wiedersehen mit dem SWR Vokalensemble zusammengestellt hat. Vertonungen der erlesensten Perlen angelsächsischer Naturlyrik, von Shakespeare bis Tennyson, hat der britische Maestro unter dem Motto „Silence and Music“ dafür auf die Schnur gefädelt.
Ideelles Zentrum des Programms ist Sir Charles Villers Stanfords Klassiker „The Blue Bird“. Generationen englischer Komponisten, von Ralph Vaughan Williams bis Judith Bingham, haben sich Stanfords Beschwörung eines stillen Sees zum Vorbild genommen. Doch unter der Oberfläche lauert Abgründiges: Eine von der Liebe enttäuschte Nixe, eine nihilistische Eule, ein Grab unter welken Blättern und ein Bestiarium verschiedenster Meeresungeheuer sind auch mit von der Partie. Berückend schön, manchmal morbide und immer very british.